Sozialwissenschaftliche Fakultät
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Blockseminare

Kommunikationswissenschaft (IfKW)

  • Name der Veranstaltung: Zur Rolle von Medien in Überwachungsstaaten
  • Dozent: Mario Haim, M.A.
  • Zielgruppe: BA-Studierende (2./3. Semester, HF oder NF)
  • Leistungsnachweis: Referat & Hausarbeit, 4 ECTS
  • Modul: Medien und Politik > Probleme der Kommunikationspolitik (Hauptfach: 7.2, Nebenfach: 4.2)
  • Vorbesprechung: 28. Juli 2015, 10-12 Uhr (Pflichttermin), Raum 115
    Achtung, der Vorbesprechungstermin ist ein Pflichttermin und wurde aufgrund von Raumknappheit geändert! 

Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen um die NSA-Spähaffäre ist klar, dass heute jede Form digitaler Kommunikation beobachtbar ist. Die Rolle der Medien in solchen Fällen ist indes weniger klar. Sie hat sich von früheren Überwachungsstaaten zur heutigen - voll automatisierten - Beobachtung stark gewandelt. Im Seminar werden wir uns entsprechend erst früheren Überwachungsstaaten widmen, bevor wir den Status Quo der Beobachtung und Überwachung heute aufarbeiten. Darauf aufbauend und vor dem Hintergrund bekannter Medienwirkungstheorien diskutieren wir anschließend über die Rolle und den Einfluss von Medien heute.

Die Blockseminarsitzungen finden in der Woche vom 5. bis 9. Oktober 2015 statt. Zur Organisation des Seminars, Verteilung von Referaten und insbesondere Erarbeitung von konzeptuellen sowie theoretischen Grundlagen ist die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar am 28.07.2015 (10-12 Uhr) zwingend erforderlich.

Politikwissenschaft (GSI)

  • Name der Veranstaltung: Privatisierung von Sicherheit und Überwachung
  • Dozent: Dr. Andreas Kruck
  • Zielgruppe: fortgeschrittene BA-Studierende
  • Leistungsnachweis: Referat & Hausarbeit, 9 ECTS
  • Modul: Vertiefung Internationale Beziehungen (Modulprüfung P6) oder Spezialisierung Governance (Modulprüfung WP2)
  • Vorbesprechung: 20. Juli 2015, 10-18 Uhr (Pflichttermin)

Die Sicherheitspolitik gerade auch in Staaten der so genannten OECD-Welt ist zunehmend durchPrivatisierung und Kommerzialisierung geprägt. Vormals als hoheitliche Staatsaufgaben begriffene Tätigkeiten zur Bereitstellung innerer und/oder äußerer Sicherheit werden an private Firmen ausgelagert. Private Militär- und Sicherheitsunternehmen erbringen im Auftrag von westlichen Regierungen in Konfliktregionen eine breite Palette von sicherheitsrelevanten und militärischen „Dienstleistungen“ – von Logistik über Personen- und Objektschutz bis hin zur Unterstützung der Durchführung von Kampfhandlungen. Der Einsatz privater Sicherheitsdienste im Inland etwa zum Schutz von öffentlicher Infrastruktur oder von sportlichen Großereignissen ist mittlerweile weit verbreitet. Ein besonders lukratives und schnell wachsendes Tätigkeitsfeld für private Sicherheitsfirmen bieten (im weiteren Sinne) nachrichtendienstliche Tätigkeiten wie die Sammlung und Analyse von Informationen über Sicherheitsbedrohungen bzw. -risiken, die Entwicklung von Strategien zur Prävention und zum Umgang mit letzteren, Aktivitäten im Bereich der „Public Diplomacy“ und nicht zuletzt die Überwachung von Bürgern und anderen Staaten(-vertretern). So war auch Edward Snowden für ein im Auftrag der NSA agierendes privates Unternehmen tätig. Das Seminar untersucht die Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen der Privatisierung von Sicherheit und insbesondere von Überwachung. Der Fokus liegt dabei auf den USA und europäischen Staaten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Blockseminars fertigen theoretisch und methodisch angeleitete Fallstudien zu ausgewählten, spezifischen Themen im Bereich der Privatisierung von Sicherheit und Überwachung an, die sie im Rahmen eines Referats (in den Blockseminarsitzungen) und einer Hausarbeit (wahlweise vor oder nach dem Blockseminar) ausarbeiten.
Die Blockseminarsitzungen finden in der Woche vom 5. bis 9. Oktober 2015 statt. Zur Organisation des Seminars, Verteilung von Referaten und insbesondere Erarbeitung von konzeptuellen, theoretischen und methodischen Grundlagen für die Fallstudien ist die Teilnahme an einem ganztätigen Vorbereitungsworkshop am 20.07.2015 (10-18 Uhr) unabdingbar. Ein Seminarplan mit Lektürehinweisen wird interessierten Studierenden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Soziologie

  • Name der Veranstaltung: Soziologische Aspekte der Online-Überwachung
  • Dozent: Dr. Markus Dirr
  • Zielgruppe: BA- und MA-Studierende
  • Leistungsnachweis: Referat & Hausarbeit
  • Modul: Übung im Wahlpflichtbereich BA (6 ECTS, aufgeteilt auf ein oder zwei der folgenden Module: Soziale Institutionen, Sozialer Wandel, Soziale Unterschiede) oder Übung MA (3 ECTS, aufgeteilt auf ein oder zwei der folgenden Module: Kultur und Wissen, Wirtschaft und Organisation, Politik und Gesellschaftlicher Wandel)
  • Vorbesprechung: 1. Oktober, 19 Uhr
Im Rahmen des Summer School sollen die gesellschaftlichen Konsequenzen von Online-Überwachung ermittelt werden. Die Analyse umfasst Akteure mit ökonomischen Interessen (Unternehmen, Kriminelle), Staaten aber auch Nicht-Regierungs-Organisationen ("Kinderschänder-Datenbanken", Wikileaks, Abgeordnetenwatch).
Neben einer Bewertung des Status quo sollen die zukünftigen gesellschaftlichen Implikationen zugespitzt werden. Thematische Schwerpunkt liegen im Bereich:
  1. Datenerfassung und Speicherung: implizite vs. explizite Überwachung im Netz durch Unternehmen, Staaten und Nicht-Regierungs-Organisationen
  2. Kontrolle und Ohnmacht des modernen Menschen: Grenzen der Kontrolle am Beispiel von Celebrity Leaks
  3. Online-Underground: Darknet und Formen der versuchten Nichtüberwachung am Beispiel des Drogenhandels/Geldwäsche

Verantwortlich für den Inhalt: Mario Haim